Neurologie und Psychiatrie » Psychische Erkrankungen » Depressionen

»

iFightDepression Onlineprogramm neu aufgelegt: Verbesserte Unterstützung zur Selbsthilfe bei Depression

iFightDepression Onlineprogramm neu aufgelegt: Verbesserte Unterstützung zur Selbsthilfe bei Depression

News

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Depressionen

2 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die European Alliance Against Depression (EAAD) hat das iFightDepression (iFD) Tool grundlegend überarbeitet. Die aktualisierte Version bietet Personen mit leichter bis mittelschwerer Depression nun noch besser Unterstützung zur Selbsthilfe und erleichtert die Nutzung durch eine klarere Struktur, neue Inhalte und technische Verbesserungen. Das iFD Tool beinhaltet Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie und evidenzbasierte Ansätze zur Depressionsbehandlung.

Ziel ist es, Menschen mit Depression dabei zu helfen, ihre Stimmung im Alltag besser zu verstehen, negative Denkmuster zu erkennen und aktiv an ihrer mentalen Gesundheit zu arbeiten – und das unter Anleitung geschulter Fachkräfte. Das Programm ist für Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei und steht in 17 Sprachen zur Verfügung.

Neuerungen sind:
• Klarere Struktur: Übersichtlichere Navigation für verschiedene Nutzergruppen, wie Betroffene und Guides.
• Flexible Nutzung: Optimiert für Computer, Smartphones und Tablets.
• Erweiterte Arbeitsmaterialien: Aktualisierte Vorlagen zum Erfassen von Symptomen, zur Reflexion negativer Gedanken und zur Analyse des Zusammenhangs zwischen Schlaf und Stimmung.
• Barrierefreiheit: Jetzt noch benutzerfreundlicher entsprechend internationaler Standards.
• Gestärkte Datensicherheit: Weiterhin vollständig DSGVO-konform, mit optimierter Datenspeicherung und sicherer Datenmigration.

„Das iFightDepression Online-Programm hat sich als wichtige Unterstützung für Menschen mit Depression erwiesen. Mit der neuen Version wollen wir die Anwendung noch alltagstauglicher und zugänglicher gestalten“, erklärt Professor Ulrich Hegerl, Präsident der EAAD. „Professionell begleitete Online-Programme können die psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlung von Depression sinnvoll ergänzen und Versorgungslücken schließen“ So Hegerl weiter.

Fortbildung für Fachkräfte
Fachkräfte, die das iFD Tool nutzen möchten, können an einer speziellen Online-Schulung teilnehmen. Die Schulung umfasst vier kurze Module und dauert etwa 70 Minuten. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat und Zugang zum Tool.

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
Das überarbeitete iFD Tool ist ab sofort online verfügbar: https://tool.ifightdepression.com


Quelle: Heike Friedwald, Stiftung Deutsche Depressionshilfe (idw)

Bilderquelle: © Gorodenkoff – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Optikusneuritis

Revision der McDonald-Kriterien für Multiple Sklerose von 2024

Fachartikel

Die 2024 vorgestellten und 2025 publizierten McDonald-Kriterien für Multiple Sklerose (MS) erweitern die Diagnostik deutlich [1]. Neue MRT- und Liquor-Biomarker sowie die Einbeziehung des N. opticus ermöglichen eine frühere Diagnosestellung, stellen aber höhere Anforderungen an die differenzialdiagnostische Einordnung im klinischen Alltag [1].

Neurologie und Psychiatrie

Demyelinisierende Erkrankungen

Multiple Sklerose

Beitrag lesen
Neuroinflammation bei Multiple Sklerose: beschädigtes Myelin

Status Quo der Immuntherapien bei Multipler Sklerose

Fachartikel

Standen zu Beginn der 2000er Jahre lediglich Beta-Interferone und Glatirameracetat in der prophylaktischen Behandlung zur Verfügung, können Ärztinnen und Ärzte heute aus einem breiten Spektrum von mehr als 20 zugelassenen Immuntherapeutika wählen.

Neurologie und Psychiatrie

Demyelinisierende Erkrankungen

Multiple Sklerose

Beitrag lesen
Die Autorin Lea Hermann mit ihrem Buch "Hirnweh" vor einer Reha-Turnhalle.

Lea Hermann hat aus ihrer Enzephalitis Literatur gemacht

Podcast

Der Roman "Hirnweh" erzählt davon, wie es ist, als junger Mensch durch Krankheit aus dem Leben gerissen zu werden. In unterhaltsam sarkastischer Sprache offenbart er viele Feinheiten über das deutsche Reha-System und die Tücken der Arzt-Patient-Kommunikation.

Neurologie und Psychiatrie

Entzündungserkrankungen

Beitrag lesen