Traumatisierungen gehören zum menschlichen Dasein. Traumata sind oft überraschend, plötzlich, unerwartet. Die Betroffenen fühlen sich häufig überwältigt, hilflos, erleben Ängste, Entsetzen und einen Kontrollverlust. Begriffe wie Traumatische Neurose (Arbeits- und Verkehrsunfälle), Shell-Shock und Physioneurosis (Kriegserlebnisse im 1.WK) waren Vorläufer der Posttraumatischen Belastungsstörung, die im DSM-III (1980) erstmals in der psychiatrischen Klassifikation so benannt wurde und seitdem in DSM und ICD mehrfache Aktualisierungen erfahren hat [1].
Die PTBS ist nicht die einzige psychische Störung infolge schwerer Belastungen, jedoch die am besten in diesem traumatischen Zusammenhang untersuchte. Eine Vielzahl weiterer Störungen können – ohne PTBS-Syndrom – als Reaktionen auftreten, z B. akute und chronische Depressionen, Essstörungen, Borderline Persönlichkeitsstörungen, Dissoziative Störungen und Psychosen.
Abzugrenzen von der PTBS sind Reaktionen auf andere Belastungen (vor allem psychosoziale bei den Anpassungsstörungen oder auf Verlusterlebnisse mit der Anhaltenden Trauerstörung).



